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<prev<    III.) Das Zugspitzplatt
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IV.) Die Sesselbahn Neue Welt
16 Jahre lang, von 1986 bis 2003, surrte die aufgrund ihrer Ausgesetztheit und Steilheit durchaus bemerkenswerte Sesselbahn „Neue Welt“ auf dem Zugspitzplatt. Wir steigen den Grat entlang hinauf zur Bergstation an der Nordostseite des Schneefernerkopfs, um zu sehen, was noch da ist.

Knappe 350 Meter kurz und dabei lediglich 150 Höhenmeter überwindend (2680 m – 2830 m): Das sind die Eckdaten des 2003 aus überwiegend ökonomischen Gründen eingestellten Sessellifts. Die weiteren Charakteristika sind hingegen außergewöhnlich und begeistern noch heute viele Freunde des Zugspitzplatt.

Das offene Panorama Richtung Süden, hinweg über die bis zu 40° steile Abfahrt „Neue Welt“, die 1800 Höhenmeter hinab nach Ehrwald führt und dem Lift den Namen gab. Die über dem Zugspitzplatt thronende, steile Buckelpiste hinab zum Platt. Die ausgesetzte und hart am Grat gezogene Linienführung des Sessellifts, die auf dem Gletschereis schwimmend gelagerte und höhenverstellbare Talstation, die schrägen, filigranen Portalmasten.

Die französische Handschrift in der technischen Formensprache ist für das geübte Auge unverkennbar. Auch die Piste war steil und knackig, was so wohl eher nicht zu den Vorlieben der sich am Platt vergnügenden Zielgruppe passte. Womit bereits 2003 Schluss war mit der Neuen Welt. Obwohl nur eine kleine Anlage, führte ihr Verlust zum Verlust des Alleinstellungsmerkmals der ansonsten eher unspektakulären Skipisten. Zwei Jahre später waren die Talstation und Stütze 1 abgebaut; die Bergstation und einige Masten verblieben aber noch bis 2013 und befeuerten in Internetforen immer wieder Gedanken über diese abenteuerliche Piste und Bahn.

Ursprünglich diente der 1986 in Betrieb genommene Lift der Erschließung einer FIS-Strecke, genauer: als Ausweich- oder Trainingsstrecke, falls die tief gelegene Strecke bei Garmisch weggeregnet sein sollte.

2002 lief der Lift an 68 Tagen und transportierte dabei lediglich rund 46.000 Personen. Legt man eine Beförderungskapazität von 1200 Personen pro Stunde zugrunde, so wären sämtliche in der Saison beförderten Personen zusammengefasst in 38 Stunden zu transportieren gewesen. Der gewöhnliche Skifahrer am Platt war mit der an und für sich genialen Piste offenbar reichlich überfordert.


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