| >next> 1.1. Anforderungen und Ausführung |
1. Einleitung und Illustrationen
|
Eine surfbare stehende Flusswelle stellt weit mehr dar als ein geplantes und entsprechend ausgeführtes Ingenieurbauwerk. Sie verkörpert insgesamt auch ein Kunstwerk, bei dem physikalische Gesetze vielfach an der Grenze zum Chaos wirken. Die hohe Anzahl kaum beherrschbarer Parameter am Rande des Chaos, etwa labile Zustände, oder im Chaos selbst, etwa Rotoren und Turbulenzen, hat eine zuverlässige Berechnung und Simulation der für Innsbruck vorgesehenen, sehr speziellen Wellentypologie, wie wir sehen werden, zu einem Problemfall werden lassen.
Es bedarf somit meines Erachtens zusätzlich zu klassischen akademischen beziehungsweise wissenschaftlichen Herangehensweisen auch der bewussten Einbindung weiterer menschlicher Wahrnehmungs- und Erfahrungsformen, um zum Erfolg zu gelangen. Als solche seien beispielsweise eine starke Passion, das wechselnde Eintauchen in Intuition und Logik, eklektisches Beobachten, Knobeln, viel praktischer Sinn und sehr wohl auch eine Portion Glück genannt. Vulgo: menschliche Er-Fahrung.
Im Folgenden findet sich der Versuch, diesen Weg zu beschreiten.
![]() | Illustrationen - Überblick und erster Eindruck
|
Die Bildstrecken zeigen einen Überblick über die Bauwerke mitsamt Details der zu beobachtenden hydrologischen Phänomene. Sie sollen Ihnen, werter Leser, erste intuitiv-logische Eindrücke von jenen zahlreichen komplexen Faktoren vermitteln, die in Summe das bisherige Scheitern der Surfwelle bedingen.
Gleichzeitig mögen Ihnen die Bilder das volle Potenzial der Rampe erspüren lassen und zeigen, wie nah wir angesichts der bereits errichteten Bauwerke dem Ziel bereits stehen. Hopefully.
In den folgenden Kapiteln dieser Gedankenarbeit werden sodann zahlreiche kritische Faktoren näher beschrieben, reflektiert und, soweit mir möglich, in einen kohärenten Lösungsvorschlag überführt.
Klicken Sie auf das einzelne Bild oder hier, um alle Bilder mitsamt Anmerkungen anzuzeigen.

Lokalisierung
Durchfluss Sill
Bird's view
Übersicht über das Bauwerk an der Sillmündung mit Fischtreppe (links) und Surframpe (rechts), beide in den Inn mündend
Links die stufenförmig ausgebildete Fischtreppe aus Natursteinblöcken, rechts die plan in Beton gefasste Surframpe mit Absturzkante
Die Absturzkante mit geringer Wasserführung im April 2012 offenbar vor der Periode der Schneeschmelze in höheren alpinen Lagen

