Projekt einer surfbaren Welle an der Sillmündung zum Inn. Gedanken zur Lösungsfindung. |
Im ersten Teil werden Hintergründe erörtert, die zum Scheitern des Projekts beigetragen haben könnten. Hierbei wird dargelegt, dass einerseits zahlreiche Stakeholder besonders ambitionierte Anforderungen an die Wellenrampe stellten und diese andererseits von einer Vielzahl kritischer beziehungsweise instabiler und somit insgesamt nur schwer beherrschbarer Parameter abhängig war.
Als kritische Parameter lassen sich beispielsweise nennen:
- die gewählte S-förmige Rampenform
- das geforderte besonders tiefe Nachbecken
- das störende markante seitliche Kehrwasser
- die Komplexität der vom Pegelstand des Inns abhängigen Pegelhöhe im Nachbecken
Die gewählte lineare Vorgehensweise bei der Umsetzung des Projekts erwies sich zudem als zu unflexibel, um rechtzeitig auf sich abzeichnende Probleme reagieren zu können.
Um im Rahmen des Machbaren dennoch eine surfbare Welle entstehen zu lassen, schlägt der Autor ein agiles, iteratives Verfahren vor. Dieses soll durch sukzessives Herantasten mithilfe leicht modifizierbarer Feldanordnungen bei geringem Risiko und vergleichsweise geringem Aufwand zum Erfolg führen. Dabei soll zum einen die Anzahl kritischer Variablen reduziert und zum anderen eine höhere Elastizität des Gesamtsystems erreicht werden.
Es werden Möglichkeiten aufgezeigt, den Zufluss zur Rampe mit geringem Aufwand nach Bedarf abriegeln zu können, um auf diese Weise iterative Adaptationen an der Rampe vornehmen zu können. Dabei kann zunächst auch der politischen Vorgabe einer Rampe ohne bewegliche Elemente entsprochen werden.
Eine anschließend gefundene adäquate technische Lösung kann als baulich permanente Lösung fixiert werden.
Diese Arbeit berücksichtigt zwar grundlegende hydrotechnische Zusammenhänge, geht jedoch nicht weiter quantitativ auf fluiddynamische Phänomene ein. Hierzu sei auf die universitär entstandenen wissenschaftlichen Untersuchungen verwiesen.
Von Kristian Hasenjäger
Innsbruck, im April 2012
skyhook(at)aon.at
- 1. Einleitung und Illustrationen
- 1.1. Anforderungen und Ausführung
- 1.2. Historie
- 1.3. Aktuelle Situation
(TODO: Update...) - 2.1. Probleme und mögliche Ursachen
- 2.2. Lösungsmöglichkeiten / Gedanken
- 2.2.1. MP: Minimierung der Anzahl der Wellenkritischen Parameter
Ziel: Reduktion der hydraulischen Gesamtkomplexität - 2.2.2. EP: Variable Einstellung Wellenkritischer Parameter mittels Strömungsklappe (Flap)
Ziel: Justierung eines zentralen kritischen Parameters zur (Fein-)Anpassung der Geometrie an gegebene hydraulische Verhältnisse und vice versa. - 2.2.3. EP: Variable Einstellung weiterer Wellenkritischer Parameter
Ziele:
* Justierung weiterer Parameter zur Feinabstimmung der Geometrie an die gegebenen hydraulischen Verhältnisse und umgekehrt.
* Absperrmöglichkeit am Einlauf zur iterativen Optimierung und Wartung der Anlage
