| <prev< 2.1. Probleme und mögliche Ursachen |
| >next> 2.2.1. MP: Minimierung der Anzahl der Wellenkritischen Parameter |
2.2. Lösungsmöglichkeiten / Gedanken
|
Um bei der ursprünglich angestrebten, jedoch durchaus komplexen Wellentypologie eine surfbare stehende Welle zu erzeugen, hätte eine hohe Anzahl eng voneinander abhängiger geometrischer und hydraulischer Parameter zutreffend bemessen werden müssen. Des Weiteren ist erfahrungsgemäß bekannt, dass Surfwellen überaus sensibel auf auch nur kleine Schwankungen der zugrundeliegenden Parameter reagieren. Diese Erfahrung konnte ich insbesondere bei der Almwelle Salzburg beobachten.
Aus empirischen Beobachtungen lässt sich somit folgendes Leitmotiv ableiten:
Gelingt es, die Anzahl der voneinander abhängigen Parameter eines komplexen Systems zu reduzieren, lassen sich die verbleibenden Parameter erfolgversprechender optimieren beziehungsweise überhaupt erst beherrschen.
Eine erhebliche Anzahl an Parametern bestimmt die Geometrie der Anlage und damit die resultierenden Strömungsverhältnisse. Kritische Parameter haben sich im Zuge der Planung des Bauwerks weder im Modell noch durch Berechnungen praxisgerecht bestimmen lassen. Daraus lassen sich zwei grundlegende Forderungen ableiten:
1.) Es gilt, jene vereinfachte geometrische Rampenform zu finden, welche die Anzahl der wellenkritischen Parameter minimiert. / Fortan mit „MP“ bezeichnet.
2.) Variable Einbauelemente, etwa eine Strömungsklappe, erweitern den surfbaren Arbeitsbereich der Welle, indem kritische Parameter je nach Erfordernissen in der Praxis jederzeit eingestellt und nachgeführt werden können. / Fortan mit „EP“ bezeichnet.
Aus den zwei grundlegenden Forderungen lassen sich für die Sillwelle zwei Maßnahmenkataloge ableiten, die in den folgenden Kapiteln 2.2.1 MP bis 2.2.3 EP näher erläutert werden.
